Eine Familie erwartet Nachwuchs

 

Die Freude ist groß: Ein Baby hat sich angekündigt. Für die meisten werdenden Eltern ist das ein Anlass für ausgiebige Tagträumereien und Zukunftspläne. Gott sei Dank ist die Geburt ja zunächst erst in einigen Monaten zu erwarten und so haben die Eltern in spe erst einmal ausreichend Zeit, sich seelisch und körperlich auf die neue Situation einzustellen. Jedoch – die Zeit schreitet voran und bald ist es Zeit, sich einige Gedanken ganz praktischer Natur zu machen.

 

Wo soll der Nachwuchs schlafen? Für die ersten Wochen reicht es aus, das Babybett in das Schlafzimmer der Eltern zu stellen. Das ist auch praktisch, denn die wenigsten Kinder schlafen von Anfang an durch. Wenn das Baby neben dem Bett der Eltern schläft, verkürzen sich die Wege und Vater oder Mutter können schnell wieder unter die eigene warme Decke schlüpfen, wenn sie den Nachwuchs beruhigt haben. Bald aber wird aus der zarten Stimme des Neugeborenen eine kräftige Sirene, die in ihrer Ausdruckskraft dem Geräusch von Stichsaegen oder Staubsaugern in nichts nachsteht. Damit wenigstens einer der beiden Elternteile durchschlafen kann, bietet es sich dann an, dem Baby ein eigenes Zimmer zu geben, das mit einem Babyphone überwacht wird. Wer das Gefühl hat, dass sein Kind sich im Dunkeln fürchtet, kann das Zimmer mit einem speziellen Nachtlicht sanft beleuchten. Es genügt in den meisten Fällen aber auch eine Schreibtischlampe, deren Lichtschein zur Wand ausgerichtet wird oder die mit einem Tuch abgedunkelt wird. Dabei muss natürlich unbedingt auf die Vermeidung von Brandgefahr geachtet werden.

Selbstverständlich gehört zur Ausstattung des Babyzimmers noch mehr als nur Beleuchtung, Bettchen und Babyphone. Ein unverzichtbares Möbelstück ist die Wickelkommode. Hier kann man sich im Fachgeschäft für Babyausstattungen speziell für diesen Zweck angefertigte Möbelstücke kaufen. Oft findet man aber im Keller oder auf dem Dachboden, in der Familie oder im Bekanntenkreis unbenutzte Schubladenschränke, die sich mit wenigen Handgriffen umfunktionieren lassen. Ganz wichtig ist es, dass die Kommode eine ausreichende Höhe hat, um darauf bequem das Kind versorgen zu können. In gebückter Haltung ist das auf Dauer nicht möglich. Welche Höhe für eine Wickelkommode optimal ist, hängt ganz wesentlich von der Größe der Eltern ab, beziehungsweise von der Größe der Person, die sich hauptsächlich um die Pflege des Babys kümmern wird. Als Faustregel kann gelten, dass die Arbeitshöhe etwa der Höhe der Arbeitsplatte in der Küche entsprechen sollte. Die Kommode selbst sollte aber etwas niedriger sein, denn auf die Deckplatte kommt noch eine dicke, weiche Wickelauflage, auf der das Kind bequem liegt. Diese Auflagen sind unterschiedlich dick.
Am besten ist es, die passende Höhe der Kommode durch Ausprobieren zu ermitteln. Durch Absägen oder Erhöhen der Beine kann die Höhe in der Regel leicht angepasst werden. In jedem Fall ist es sehr wichtig, dass hinterher eine gute Standfestigkeit gewährleistet ist.Auch die Tiefe der Kommode ist wichtig. Es muss ausreichend Platz vorhanden sein, damit das Kind auch noch dann ausgestreckt auf dem Rücken liegen kann, wenn es schon etwas größer geworden ist. Fehlende Zentimeter kann man durch Abrücken des Möbelstücks von der Wand und eine aufgelegte Platte erreichen. Aber auch hier muss unbedingt auf Sicherheit geachtet werden. So eine Platte muss also am besten festgeschraubt oder auf andere Weise kippsicher gemacht werden. Aus den Resten von solch einer Platte kann man mit Stichsaegen einfache Motive – wie Wolken, Schmetterlinge oder Sterne – aussägen und zur Dekoration des Zimmers verwenden. Eine gute Idee ist es auch, ein ausgesägtes Motiv vor einer einfachen Schreibtischlampe zu befestigen. So entsteht ein schönes indirektes Licht, das das Baby nicht blenden kann.